Dummytraining

Dummytraining

Werbung

Als ich damals auf der Suche nach einer Beschäftigungsmethode war, die die Hunde zwar geistig auslastet, sie jedoch aber körperlich nicht massiv hochfährt, bin ich auf das Dummytraining gestoßen. Das Dummytraining ist sehr vielseitig, denn einerseits kann man den Dummy einfach nur wegwerfen, sodass der Hund ihn apportieren muss, oder man versteckt ihn, sodass der Hund ihn suchen muss. Während Laya beides gerne macht, hat Jimmy irgendwie so gar kein Interesse an dem Dummy.

Wie konditioniere ich den Hund auf den Dummy?  

An dieser Stelle muss ich anmerken, dass wir ausschließlich mit dem Prey Dummy arbeiten. Bei diesem Dummy handelt es sich um einen Futterdummy, das bedeutet man befüllt den Dummy mit Futter bevor man ihn einsetzt.

Um Laya erstmal auf den Dummy zu konditionieren habe ich den Dummy mit Leckerlis befüllt, die sie besonders toll findet. Ich habe dann immer ein Leckerli aus dem Dummy genommen und auf den Dummy gelegt, sodass sie es vom Dummy runterfressen konnte. So assoziiert sie erstmal „Oh, das Teil ist cool, denn hier gibt es Futter!“ Nachdem sie das also verstanden hatte, bin ich einen Schritt weitergegangen.

Wie bringe ich meinem Hund bei den Dummy zu apportieren?

Damit Laya lernt, dass sie den Dummy zu mir bringen soll, habe ich den Dummy an eine lange Leine gemacht (zum Beispiel eine Schleppleine) und habe in der Wohnung angefangen den Dummy zu werfen. Ich habe damit in der Wohnung begonnen, da es dort, verglichen mit draußen, relativ reizarm ist. Sobald Laya den Dummy im Mund hatte, habe ich sie vorsichtig mit samt dem Dummy in meine Richtung gezogen und dabei das Kommando „Bring“ eingeführt. Das Kommando ist natürlich frei wählbar. Nachdem sie mit dem Dummy dann bei mir war, gab es selbstverständlich ein Leckerli für sie. Sollte der Hund gar nicht wissen, was er jetzt mit dem „Ding“ auf dem Boden anfangen soll, hilft es manchmal ein bisschen an der Leine zu ziehen, sodass der Dummy sich auf dem Boden etwas bewegt. Das macht ihn für viele Hunde nochmal etwas interessanter.
Es hat tatsächlich etwas gedauert bis sie das verstanden hat. Also nicht aufgeben, wenn es nicht sofort klappt. 🙂

Wenn der Hund also verstanden hat, dass er den Dummy zu euch bringen soll, dann könnt ihr die Schwierigkeit erhöhen und es draußen probieren. Dabei bin ich genau so vorgegangen wie drinnen, sprich Dummy an die lange Leine, werfen (Kommando nicht vergessen), den Hund samt Dummy in meine Richtung ziehen und dann loben. Solltet ihr an der Stelle merken, dass für den Hund draußen immer noch alles viiiiel interessanter ist als der Dummy, dann würde ich nochmal einen Schritt zurückgehen und das Training drinnen noch etwas intensivieren. Bei Laya war das auch nötig, denn draußen roch alles so viel besser und da war der Dummy schnell abgemeldet.

Sobald ihr merkt, dass der Hund euch den Dummy zuverlässig bringt, könnt ihr die lange Leine vom Dummy natürlich abmachen.

Wie bringe ich dem Hund bei den Dummy zu suchen?

Um Laya beizubringen, dass sie den Dummy suchen soll, habe ich sie an dem Dummy riechen lassen, damit sie überhaupt weiß was sie suchen soll. Ich habe sie dann absitzen lassen und sie mit dem Kommando „Bleib“ dazu aufgefordert dort zu warten. Dann habe ich angefangen den Dummy auf kurze Distanz zu verstecken. Wobei man das an der Stelle noch gar nicht wirklich verstecken nennen kann, denn ich habe den Dummy eher auf kurze Distanz auf den Boden gelegt, sodass Laya das Ganze noch sehen konnte. Dann bin ich zurück gegangen und habe sie mit dem Kommando „Such“ in die richtige Richtung geschickt. Sobald sie den Dummy dann im Mund hatte, habe ich noch unser vorher gelerntes Kommando „Bring“ nachgeschoben, sodass sie weiß, dass sie den Dummy zu mir bringen soll. Als sie dann mitsamt Dummy bei mir ankam, gab es natürlich eine riesen Belohnung.

Nach und nach kann man die Schwierigkeit steigern, das heißt zuerst die Distanz erweitern, dann die Verstecke außerhalb der Sichtweite des Hundes wählen und wenn das Ganze richtig gut sitzt, kann man anfangen den Dummy auf anderen Gegenständen, zum Beispiel einem Baum, zu verstecken.

Laya hat tatsächlich relativ lange gebraucht bis sie angefangen hat gezielt nach dem Dummy zu suchen. Also auch hier gilt: Nicht gleich entmutigen lassen, wenn es etwas länger dauert 😉

Habt ihr Fragen oder Anregungen zum Thema Dummytraining? Dann schreibt sie uns gerne!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s